Liebe Sternfreunde,
wir haben den Termin für das wöchentliche Vereinstreffen und damit auch für die öffentliche Sternführung geändert:
Ab sofort treffen wir uns jeweils dienstags und nicht mehr samstags!
Liebe Grüße,
Stephan Grün
Sonntag, 29. März 2009
Samstag, 19. Mai 2007
Ein Besuch im Coma-Galaxienhaufen
Nachdem ich meinen neuen 12 Zoll Dobson einer Optimierung unterzog (Tubus geschwärzt, Gleitlager mit Ebony-Star und Teflon verbessert, Okularauszug getauscht), hatte das Teleskop in der Nacht vom 18. auf den 19. März 2007 sein "Second Light".
Nachdem ich mich mit Venus, Saturn, und den Kugelsternhaufen M3 und M53 "warmgesehen" hatte, begab ich mich mit dem Teleskop in die Sternbilder "Haar der Berenike" und "Jagdhunde" um die im "Atlas für Himmelsbeobachter" von Erich Karkoschka aufgeführten Galaxien der Karte E13 zu beobachten.
Die Beobachtungen wurden alle mit einen 12 Zoll Dobson Teleskop mit 1500mm Brennweite, Öffnungsverhältnis f/5 und einen eudiaskopischen Okular der Firma Baader-Planetarium mit einer Brennweite von 15mm (=100fache Vergrösserung) durchgeführt.
Meine Angaben und Bewertungen beziehen sich auf meine in unmittelbarer Nähe einer Strassenlampe durchgeführten Beobachtungen. Die Strassenlampe wurde mittels Sonnenschirm von meinem Beobachtungsort abgeschirmt. Allerdings war eine vollkommene Dunkeladaption meiner Augen nicht möglich.
NGC 4494 (60 Mio Lichtjahre)
Galaxie, Nebel mit hellem Kern, schwieriges Objekt, nicht besonders lohnenswert.
NGC 4559 (40 Mio Lichtjahre)
Galaxie, länglicher Nebel, kein ausgeprägter Kern, schwieriges Objekt.
NGC 4565 (60 Mio Lichtjahre)
Langgestreckte Galaxie in Kantenlage, Bulge deutlich zu sehen, langgezogenes Staubband in der Galaxienebene, schönstes Objekt des Coma-Galaxienhaufens, erscheint sehr gross, äusserst lohnenswertes Objekt.
NGC 4631 (35 Mio Lichtjahre)
Galaxie in Kantenlage, erscheint sehr langgestreckt, unregelmässige Helligkeitsverteilungen, unsymetrisch geformt, lohnenswertes Objekt.
NGC 4656 (35 Mio Lichtjahre)
Galaxie in Kantenlage, sternarmes Gebiet, schwieriges Objekt.
NGC 4725 (60 Mio Lichtjahre)
Galaxie mit hellem Kern, nebliges Objekt, Objektgrenze schwierig auszumachen, erscheint länglich, nicht besonders lohnenswert.
NGC 4826 oder M 64 (22 Mio Lichtjahre)
Galaxie, ovaler Nebel, heller Kern, recht helles Objekt.
Nachdem ich mich mit Venus, Saturn, und den Kugelsternhaufen M3 und M53 "warmgesehen" hatte, begab ich mich mit dem Teleskop in die Sternbilder "Haar der Berenike" und "Jagdhunde" um die im "Atlas für Himmelsbeobachter" von Erich Karkoschka aufgeführten Galaxien der Karte E13 zu beobachten.
Die Beobachtungen wurden alle mit einen 12 Zoll Dobson Teleskop mit 1500mm Brennweite, Öffnungsverhältnis f/5 und einen eudiaskopischen Okular der Firma Baader-Planetarium mit einer Brennweite von 15mm (=100fache Vergrösserung) durchgeführt.
Meine Angaben und Bewertungen beziehen sich auf meine in unmittelbarer Nähe einer Strassenlampe durchgeführten Beobachtungen. Die Strassenlampe wurde mittels Sonnenschirm von meinem Beobachtungsort abgeschirmt. Allerdings war eine vollkommene Dunkeladaption meiner Augen nicht möglich.
NGC 4494 (60 Mio Lichtjahre)
Galaxie, Nebel mit hellem Kern, schwieriges Objekt, nicht besonders lohnenswert.
NGC 4559 (40 Mio Lichtjahre)
Galaxie, länglicher Nebel, kein ausgeprägter Kern, schwieriges Objekt.
NGC 4565 (60 Mio Lichtjahre)
Langgestreckte Galaxie in Kantenlage, Bulge deutlich zu sehen, langgezogenes Staubband in der Galaxienebene, schönstes Objekt des Coma-Galaxienhaufens, erscheint sehr gross, äusserst lohnenswertes Objekt.
NGC 4631 (35 Mio Lichtjahre)
Galaxie in Kantenlage, erscheint sehr langgestreckt, unregelmässige Helligkeitsverteilungen, unsymetrisch geformt, lohnenswertes Objekt.
NGC 4656 (35 Mio Lichtjahre)
Galaxie in Kantenlage, sternarmes Gebiet, schwieriges Objekt.
NGC 4725 (60 Mio Lichtjahre)
Galaxie mit hellem Kern, nebliges Objekt, Objektgrenze schwierig auszumachen, erscheint länglich, nicht besonders lohnenswert.
NGC 4826 oder M 64 (22 Mio Lichtjahre)
Galaxie, ovaler Nebel, heller Kern, recht helles Objekt.
Montag, 5. März 2007
Mondfinsternis in Aarbergen
Totale Mondfinsternis in Hünfelden

Am 03. März 2007 fand eine totale Mondfinsternis zur besten Zeit statt.
Das Wetter an diesem Tage, und an den Tagen zuvor, war alles andere als astronomisch. Es regnete seit einer halben Woche, am Tag der Mondfinsternis wurde der Regen noch stärker und es kamen noch orkanartige Böen hinzu.
Die Mondfinsternis schrieb ich ab und unternahm mit meiner Frau etwas anderes.
Gegen 22:00 Uhr schauten wir von zu Hause aus zum Himmel, und wir konnten es kaum fassen. Es war sternenklar vom Osten zum Westen und von Nord bis Süd.
Meine Frau und ich bauten schnell unseren 80/1200mm Refraktor auf. Die Montierung stand schon vorbereitet unter einer Plane auf der Säule.
Okular- und Zubehörkoffer wurden geholt und schnell alles verkabelt.
Der Mond war vom Erdschatten schon "angenagt", man konnte deutlich die Rundung des Erdschattens erkennen.
Zuerst beobachteten wir durch den Binoansatz. Der Mond wirkte sehr plastisch. Allerding ist ein Binoansatz bei einer Beobachtung mit mehreren Personen nicht geeignet: Zu unterschiedlich sind die Augen der verschiedenen Personen. Es ist nur fummellei, da es einige Zeit braucht, bis der Binoansatz individuell eingestellt ist.
Also wurden zwei Verlängerungshülsten geholt, da der Refraktortubus für´s Bino gekürzt wurde. Wir beobachteten monokular weiter, mit einem Baader eudiaskopischen Okular mit 25mm Brennweite.
Auch versuchte ich Fotos zu machen. Allerdings hatte ich keinen Kamerahalter zur Hand. Daher wurde die Digicam freihand hinter das Okular gehalten. Bei bis zu 4 Sekunden Belichtungszeit kam eine gewisse Unschärfe ins Bild.
Mit zunehmender Verfinsterung wurde der Erdschatten deutlich röter.
Mit dem Eintreten der Totalität wurden viele Sterne sichtbar, die der Mond vorher überstrahlt hat.
Es war ein herrlicher Anblick, wie der rötlich verfinsterte Mond unter dem Sternbild des großen Löwen stand.
Zur Mitternacht hin zogen von Westen her rasch Wolken auf und beendeten so unseren Beobachtungsabend.
Diese Mondfinsternis war wieder einmal ein unvergessliches Astronomieerlebnis !
Samstag, 27. Januar 2007
Holzstativ selbst gebaut!
Ein Blick in die Preislisten der bekannten Astrohändler führt sehr schnell zu der Überlegung, ob man sich nicht ein gutes Holzstativ selber bauen kann. Die Antwort ist eindeutig: Man kann!Aus ein paar 8 cm dicken Kannthölzern, Schrauben und Stativspitzen der Firma Heger-Optik (unter "Bastler", Dreiersatz 11,60 Euro) bauten wir vor ein paar Jahen in nur 10 Arbeitsstunden ein schönes, an die speziellen Bedürfnisse des Besitzers angepasstes Stativ.
Die komplette Bauanleitung mit ausführlicher Fotodarstellung findet Ihr auf unserer Homepage http://www.sternwarte-diez.de/tips/stativ/stativ.html.
Systemkästen für`s Astro-Gerödel
Vor einem guten Jahr habe ich mir für mein Gerödel nach dem Vorbild der Sitzkiepen aus dem Angelsport einige Holzkästen gebastelt, die sich miteinande kombinieren lassen.Das "System" orientiert sich dabei an der Reihenfolge des Teleskop-Aufbaus: Als erstes kommt ein Kasten mit der Montierung. Darauf kann dann ein Kasten mit dem Gegengewicht aufgesetzt werden. Dieser enthält gleichzeitig auch Stromversorgung, Kabel, Steuerung und Werkzeug. Als drittes kommt da dann ein Kombi-Kasten drauf. Dieser enthält ein grosses Fach für das okularseitige Zubehör und ein hochklappbares "Deckel"-Fach für Bücher etc. Dessen Klapp-Deckel ist mit einem Sitzpolster versehen.
Dieses System hat sich mittlerweile so gut bewährt, daß ich demnächst noch einen zusatzkasten für mein Fotozubehör anfertigen werde.
Einen ausführlichen Bericht, auch mit Fotos der Inneneinteilung der Kästen, findet Ihr auf meiner Homepage http://www.erdeundhimmel.de/astro/selbstbau/systemkaesten.html.
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